WinSCP
Beispielkonfiguration für einen S3-Client (WinSCP)
Zum direkten Datenzugang z.B. für in RWTH Publications publizierte Daten bietet es sich an einen S3-Client zu nutzen. Sie finden hier beispielhaft eine Anleitung zur Konfiguration von WinSCP, einem kostenfreien S3-Client für Microsoft Windows. Es existieren eine Vielzahl weiterer S3-Clientsoftware, die für den Datenzugang genutzt werden können. Leider können wir Sie nicht bei der Konfiguration jedes Clients unterstützen. Der allgemeine Workflow sollte sich von Client zu Client jedoch nicht allzu sehr unterscheiden, so dass Sie nach Durcharbeiten dieser Anleitung entsprechende Anpassungen für den S3-Client Ihrer Wahl vornehmen können.
Hinweis
WinSCP kann in einigen Szenarien deutlich langsamer sein als die anderen empfohlenen S3 Clients. Mehr Infos befinden sich im Abschnitt Performanz und Einstellungen.
Basierend auf WinSCP Version 6.5.3
1. Installation
Laden Sie WinSCP herunter und führen Sie das Installationsprogramm aus.
Für die Installation benötigen Sie Adminrechte.
Alternativ können Sie die portable Version herunterladen, die Sie ohne Installation und damit auch ohne Adminrechte benutzen können. Wir werden in dieser Anleitung mit der portablen Version arbeiten. Eine extra Installationsanleitung gibt es deshalb nicht. Sollten Sie Hilfe bei der Installation benötigen, so können Sie die WinSCP Dokumentation zurate ziehen.
2. Neue Verbindung konfigurieren
Starten Sie WinSCP über die WinSCP executable:
Sofort nach dem Start öffnet sich ein Eingabefenster, mit dem Sie eine neue Verbindung konfigurieren können.
Wählen Sie Amazon S3 im Feld File protocol aus und geben Sie die Werte in der unten angegebenen Tabelle in die jeweiligen Felder der Eingabemaske ein.
Die einzutragenenden Werte entnehmen Sie bitte der Ressourcenkonfiguration in Coscine oder RWTH Publications. Im Falle von RWTH Publications finden Sie zu Ihrem Datensatz das Dokument "Datenzugang_DataAccess.pdf". Dort sind alle relevanten Daten hinterlegt. Gehen Sie wie folgt vor:
- Übertragungsprotokoll: Amazon S3
- Serveradresse: global.datastorage.nrw
- Portnummer: 443
- Zugangsschlüssel-ID: Access Key
- Geheimer Zugangsschlüssel: Secret Key
- Unter
Erweitert-->Umgebung-->Verzeichnisse--> Verzeichnis der Gegenstelle: UnderAdvanced-->Environment-->Directories--> Remote directory:Bucket Name - Unter
Erweitert-->Umgebung-->S3--> URL-Stil:Virtueller Host - Klicken Sie auf
OK
3. Interaktion mit Dateien
Markieren Sie die Dateien, mit denen Sie interagieren möchten und führen Sie einen Rechtsklick aus. Es öffnet sich ein Kontextmenü, welches Ihnen verschiedene Aktionen auf den markierten Dateien erlaubt. Zu den Aktionen zählen unter anderem Download, Bearbeiten, Umbenennen und Löschen.
4. Performance und Einstellungen
Standardeinstellungen von WinSCP können zu langsamen Übertragungsgeschwindigkeiten führen. Es gibt verschiedene Einstellungen, die Sie ausprobieren können, um die Geschwindigkeit zu verbessern.
Performanzgewinne können je nach Gerät, Netzwerk- und Client-Einstellungen unterschiedlich ausfallen oder ausbleiben, falls andere Aspekte die begrenzenden Faktoren im Datenfluss darstellen. Generell empfiehlt sich sogenannte "Speedtests" als Messung von Up- und Download-Geschwindigkeit durchzuführen, um die Performanz des Geräts und des Netzwerks zu evaluieren, denn nicht immer ist der S3-Client die Engstelle. Messungen werden von verschiedenen Anbietern im Internet angeboten, z. B. die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur.
Verschlüsselung
Verschlüsselung kostet Rechenleistung. Langsamere Systeme, bei denen die CPU der begrenzende Faktor ist, können dadurch ausgebremst werden. Speziell bei Datentransfers mit vielen kleineren Dateien, führt die Verschlüsselung zu langsameren Transfers, da u. A. Synchronisationsprozesse zusätzliche Rechenzeit benötigen und durch die Verschlüsselung die Dateigrößen leicht ansteigen.
Falls Sie die Verschlüsselung für Ihren Datentransfer nicht benötigen, können Sie diese für neue Dateien in den Einstellung deaktivieren.
Sie gelangen in das Menü über: Einstellungen -> Einstellungen -> Übertragung.
Dort können Sie durch Klick auf Bearbeiten für das ausgewählte Profil ein Menü öffnen und das Kontrollfeld mit Titel neue Dateien verschlüsseln deaktivieren.
Puffereinstellungen
In der Loginmaske, in der Sie den Server und Port angeben, können Sie auf die Schaltfläche Bearbeiten und dann auf Erweitert klicken.
Unter Verbindung finden Sie das Kontrollkästchen, um die Pufferoptimierung zu deaktivieren.
Anzahl der Verbindungen
Im Menü unter Einstellungen -> Einstellungen -> Übertragung -> Hintergrund finden Sie die Möglichkeit, die Maximale Anzahl gleichzeitiger Übertragungen zu verändern.
Dies kann bei Datentransfers mit vielen kleinen Dateien eine Verbesserung der Performanz bewirken.
Wechsel auf einen anderen Client
Da die S3-Clients von Drittanbietern betrieben werden, kann Coscine eine dauerhaft gute Performanz nicht garantieren. Daher ist der einfachste Weg eventuell der Umstieg auf einen anderen S3-Client, wie z. B. Cyberduck oder MinIO.